Schon früh am Morgen lag etwas in der Luft: Anspannung, Vorfreude, dieses leise Kribbeln, das man nur bei echten Wettkämpfen spürt. Unsere Mannschaft der Bardelebenschule war bereit – und das sollte man von Beginn an sehen.
Vorrunde: Ein starker Start und ein erster Rückschlag
Im ersten Gruppenspiel gegen die Dürer Schule zeigte das Team direkt, wozu es fähig ist. Konzentriert, mutig und mit klarer Spielidee gewannen wir souverän mit 3:0. Auch im zweiten Spiel gegen die Maria-Kunigunda-Schule ließ die Mannschaft keinen Zweifel aufkommen: 5:0, schnelles Kombinationsspiel, starke Abschlüsse – ein echtes Ausrufezeichen.
Dann das Spiel gegen die Winfriedschule. Ein intensives, enges Duell, in dem wir uns trotz guter Phasen am Ende mit 1:2 geschlagen geben mussten. Diese Niederlage bedeutete: Weiterkommen nur noch mit einem Sieg im letzten Gruppenspiel.
Alles oder nichts: Gruppenfinale gegen Gerschede
Der Druck war spürbar. Nur der Gruppensieg zählte – und damit ein Sieg gegen die Schule Gerschede. Doch genau in diesem Moment zeigte die Mannschaft ihre mentale Stärke. Hochkonzentriert, laufstark und mit großem Willen gewann die Bardelebenschule verdient mit 4:1. Die Erleichterung war riesig – das Halbfinale erreicht.
Halbfinale: Ein klares Statement
Gegen die Schule am Bergmannsfeld spielte das Team wie entfesselt. Tempo, Spielfreude, Konsequenz vor dem Tor – ein Spiel, in dem nahezu alles zusammenpasste. Am Ende stand ein beeindruckendes 7:2, das nicht nur den Finaleinzug bedeutete, sondern auch zeigte, welches Potenzial in dieser Mannschaft steckt.
Finale: Gegen den Favoriten – mit Herz und Haltung
Im Finale wartete die Grundschule Haarzopf – nicht irgendein Gegner, sondern der haushohe Favorit. Haarzopf hatte zuvor die Stiftschule, Sieger der beiden vergangenen Stadtmeisterschaften, mit 11:7 bezwungen und damit eindrucksvoll unter Beweis gestellt, warum sie als Titelanwärter galten.
Doch davon ließ sich die Bardelebenschule nicht beeindrucken. Es entwickelte sich ein hochintensives, emotionales Finale auf Augenhöhe. Nach regulärer Spielzeit stand es 3:3.
Im anschließenden 7-Meter-Werfen fehlte am Ende das letzte Quäntchen Glück – wir unterlagen knapp mit 1:2. Besonders bitter: Spielerisch war die Bardelebenschule über weite Strecken die aktivere Mannschaft, erspielte sich zahlreiche Torchancen, von denen einige leider zurückgepfiffen wurden.
Eine Mannschaft, die alles gegeben hat
Was dieses Finale – und das gesamte Turnier – wirklich auszeichnete, war der Einsatz jedes einzelnen Kindes. Eine überragende Verteidigungsleistung, gegenseitige Unterstützung, unermüdlicher Kampfgeist und die Bereitschaft, für das Team alles zu geben. Hier hat sich niemand geschont – hier wurde füreinander gespielt.
Fazit
Auch wenn der Titel am Ende hauchdünn verpasst wurde, bleibt vor allem eines: großer Stolz. Stolz auf eine Mannschaft, die Charakter gezeigt hat, die Rückschläge weggesteckt und sich immer wieder zurückgekämpft hat. Stolz darauf, einen Favoriten an den Rand einer Niederlage gebracht zu haben. Und Stolz darauf, die Bardelebenschule mit Leidenschaft, Fairness und Teamgeist vertreten zu haben.
Manchmal entscheidet ein Finale nicht darüber, wer besser gespielt hat – sondern nur, wer im entscheidenden Moment das Glück auf seiner Seite hatte. Unsere Mannschaft hat heute bewiesen, dass sie zu den stärksten Grundschulteams dieser Stadt gehört.